Deine Ohren sind ein Wunder

Marc Donner erzählt uns heute, weshalb du das Kapitel über die Ohren lesen solltest.

Lesung aus dem Kapitel über die Ohren

Was die Ohren mit Kommunikation, Emotionen und vor allem Hörhygiene zu tun haben, das erfährst du in der heutigen Lesung. Dazu war ich in den schönen Räumlichkeiten von “Donner – der Hörmeister”.

Lesung aus dem Buch: “Entdecke die Wunder in dir dir” ab Seite 54: 

Mein allergrößter Wunsch für unsere Gesellschaft ist es, für ein friedvolleres Miteinander, eine aggressionsfreiere Kommunikation und ergebnisoffenere Gespräche zu sorgen. Denn genau das fehlt oft im Umgang mit Hörgeschädigten. Wenn du etwas dreimal sagst und dein Gegenüber versteht dich nicht, kann schon mal Wut entstehen. Wenn Hörschädigung Aggression hervorruft, ist das ungerechtfertigt. Dann wird der Ton laut oder es wird sogar geschrien, was der Schlechteste aller Wege ist. Oder du resignierst und sagst gar nichts mehr. Das ist der zweitschlechteste Weg.

Deswegen ist es wichtig, Verständnis zu schaffen. Der Umgang mit Hörgeschädigten wird liebevoller, es steckt weniger Aggression in den Sätzen und die Kommunikation wird friedvoller, einfach ergebnisoffen. Ist das nahe Umfeld informiert und wird der Hörgeschädigte wieder in die Familie eingebunden, kehrt die soziale Verknüpfung zurück.

…….

Ich wünsche mir, dass alle Menschen sich eine geordnete Hörwelt verschaffen. Und dass Menschen Hörhygiene betreiben. Es geht mir dabei nicht nur um akustische Hörhygiene und das Vermeiden von akustischem Sondermüll. Es geht auch darum, scharfe Gesprächspartner zu vermeiden. Leute, die dir die Energie rauben, weil sie ihre Kommunikationsfähigkeit nicht im Griff haben und es nicht merken. Menschen, die dich unbewusst anfeinden und es ihnen noch nicht einmal bewusst ist. Es steckt halt einfach so in ihnen drin.

Wenn du spürst, ein Gespräch tut dir nicht gut, geht es darum, dich abzugrenzen. Ich habe das mal mit einer Freundin gemacht und gesagt: „Ich weiß, das Thema bewegt dich sehr. Wenn du das Thema mitbringst, ich bin der letzte, der dir weiterhelfen kann. Du hast viele Freunde, die dir mehr dazu sagen können. Nutze die Zeit hier bei uns für ein positives Thema. Lass uns über etwas sprechen, das dich auf andere Gedanken bringt.“