Die Botschaften deines Körpers verstehen 

Wie du Frieden mit deinem Körper schließt

Ich bin froh, das ich dir heute offen sagen kann: ich mag mich, so wie ich bin. Das war nicht immer so. Ganz im Gegenteil. Lange Zeiten in meinem Leben haderte ich mit mir, meinem Körper, meinen Beziehungen, meiner beruflichen Situation. Es gab immer irgendwas, das gerade nicht passte. Und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, mochte ich mich einfach nicht.

Die innere Unzufriedenheit brachte mich an einen Punkt, an dem mein Körper streikte. Ich ahnte, dass es etwas mit mir und meiner negativen Einstellung zu mir selbst zu tun hatte. So befasste ich mich mit meiner Innenwelt und kam mir Schicht für Schicht auf die Schliche.

Vielleicht geht es dir ähnlich. Dann möchte ich dir Mut zusprechen, dein Denken zu überprüfen und einen anderen Umgang mit dir selbst zu finden, der dein Leben leichter und sanfter macht. Ein großer Schlüssel ist der Umgang mit deinem Körper.

Es ist mir ein Herzensanliegen, heute ein Plädoyer für deinen Körper zu halten. Auch wenn du ihn nicht magst, bin ich mir sicher, dass er/sie es gut mit dir meint. In allen meinen Cranio-Behandlungen – ich betone ALLEN – waren körperliche Signale immer wichtige Botschaften der Seele, die zur persönlichen Entwicklung beitragen wollten. Der Körper war immer ein Freund, egal, welche Krankheit oder welches Symptom sich zeigte.

Deswegen möchte ich dir heute 11 Botschaften mitgeben, die dich zu einem liebevolleren Umgang mit dir selbst führen werden.

1) Dein Körper ist dein*e Freund*in!

Mal ehrlich, wie oft am Tag erzählst du dir Geschichten über dich selbst wie „ich bin zu dick, nicht sportlich, meine Schenkel sind zu fett, ich bin zu klein, meine Nase zu groß, ich bin hässlich, meine Haare zu dünn, zu kurz, zu glatt….“

Stelle dir einfach mal vor, du würdest auf Reisen gehen in ein fernes Land. Wen würdest du mitnehmen? Sicher deinen Partner, deine Partnerin oder deinen besten Freund, deine beste Freundin! Denn mit ihnen verspricht die Reise ein Abenteuer zu werden. Sie sind treue Begleiter.

Mache dir bewusst: Dein Körper ist auch IMMER dabei. Er trägt dich, bewegt dich. Er gehört zu dir. Und in der Regel funktioniert er wie ein Uhrwerk. 100 Billionen Körperzellen in vollendeter Kooperation. Was wärst du nur ohne deinen Körper?

Deine Lebensreise erlebst du IN DEINEM KÖRPER.

Ich ermutige dich, mache deinen Körper zu deinem Freund.
Bist du eine Frau, mache deinen Körper zu deiner Freundin – dein Körper ist weiblich! 

An alle Frauen: Die deutsche Sprache macht es uns nicht leicht. „Der Körper“ ist maskulin. Als Frauen stecken wir in einem weiblichen Körper, sprechen aber immer von „ihm“. Gerne nutze ich deshalb für Frauen das Wort „Körperseele“. Wenn ich im weiteren Verlauf vom Körper spreche, nutze bitte die weibliche Form. Du wirst sehen, es macht einen Unterschied, weil es dir deine Weiblichkeit bewusster macht.

 

 

2) Der Dialog mit deinem Körper

Der Dialog MIT deinem Körper könnte die selbstverständlichste Sache der Welt sein. Doch wir sind eher gewohnt, ÜBER den Körper zu sprechen als MIT IHM.

Bleiben wir bei dem Gedanken, dass der Körper dein bester Freund / deine beste Freundin ist. Mit deinen Freunden tauschst du dich über deine Sorgen, Ängste und Nöte aus. Du besprichst alles mit ihnen. Lässt dir Tipps und Ratschläge geben.

Warum solltest du nicht mit deinem Körper sprechen? Viele Menschen blicken mich erstaunt an, wenn ich ihnen das sage. Sie unterhalten sich eher mit ihrem Smartphone als mit ihrer eigenen Körperweisheit. Falls du so jemand bist, dann rate ich dir, beginne, mit deinem Körper wie mit einem Freund zu sprechen. Sprich mit deiner Körperseele wie mit deiner Freundin. 

Gehe in Dialog mit deinem Körper. 

 

3) Höre auf, mit deinem Körper zu streiten

Natürlich kann ich verstehen, wo deine (negativen) Gedanken über deinen Körper herkommen. Unglaubliche 3.950.000.000 Ergebnisse liefert Google zum Wort Fitness. Wir leben in einer Gesellschaft, die uns vormacht, wie unser Körper aussehen sollte, welcher Bodymaßindex für uns gesund ist, wie viel Minuten Sport wir am Tag zu leisten haben .

Wenn du dieser Norm nicht entsprichst, passiert es schnell, dass du dir Geschichten über deinen Körper erzählst: Ich MUSS abnehmen, ich MUSS mich besser ernähren, ich MUSS Sport machen, ich MUSS mich bewegen,…..

Ich rate dir, stelle dich noch heute vor den Spiegel und sage zu dir:

Ich bin in Ordnung, ganz genau so wie ich bin.

Ich kenne schon deine Antwort: „Aber wenn ich doch zu dick bin, zu unsportlich, zu klein, etc. pp“

Ich bitte dich, tue es trotzdem und schau, was passiert! Ich werde nicht müde, dir zu sagen: Dein Körper ist dein Freund. Gewöhne dir ab, schlecht über ihn zu reden. Finde eine förderliche Kommunikation über ihn und mit ihm. Spreche liebevoll über ihn. Sei sanft mit ihm. Vertraue ihm.

Diesmal für die Frauen (weil dieser Abschnitt so wichtig ist) Deine Körperseele ist deine Freundin. Gewöhne dir ab, schlecht über sie zu reden. Finde eine förderliche Kommunikation mit ihr. Spreche liebevoll über sie. Sei sanft mit ihr. Vertraue ihr.

4) Das Symptom: Pressesprecher deines Körpers

Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, dein Körper wünscht sich nichts sehnlicher, als mit dir zu kommunizieren. Er tut es sogar ständig. Bist du nicht bereit, ihm zu lauschen, wählt er gelegentlich einen Pressesprecher, der seine Botschaften nach außen vertritt.

Wir nennen es dann Schmerz, Symptom, Krankheit. Meiner Meinung nach steckt dahinter eine „geheime“ Mission deines Körpers an dich. Es gilt, diese zu entschlüsseln.

Ich höre heute dem Pressesprecher meines Körpers zu und erkenne darin seine Botschaft. 

 

5) (An-) erkennen, was ist – kein Widerstand

„Warum passiert das gerade mir? Ich will das nicht haben! Ich will gesund sein! Ich will, dass wieder alles wird wie es war! Ich will meine Gewohnheiten nicht verändern!“

Hörst du dich reden? Vielleicht sprichst du es nicht laut aus, doch wie sind deine Gedanken dazu, wenn dein Körper gerade nicht so funktioniert, wie du es dir wünschst?Hör genau in dich hinein: Gibt es diese Stimme, die hadert?

Ich will dich ermutigen, dieses innere „Band“ anzuhalten und einen neuen Satz zu formulieren:

Es ist gerade wie es ist. Und morgen kann es schon anders sein.

 

6) Der Krankheitsgewinn – Vorteile, die dir das Symptom bietet

Wer mit Schmerzen, Symptomen und Krankheiten zu kämpfen hat, der wünscht sich einfach nur, dass endlich alles vorbei ist. Ich nehme es dir nicht übel, denn es ist schwer, Leid gegenüber neutral zu sein. Und dennoch lade ich dich zu folgendem Gedanken ein:

Was genau bringt mir das Symptom? Welchen Vorteil habe ich durch die Krankheit? 

Es lohnt sich, darüber nachzudenken. Es könnte beispielsweise sein, dass du dir mehr Zeit für dich nimmst, dass du Dinge langsamer machen musst als vorher, dass du nicht so viel arbeitest, dass du zuhause bist bei der Familie, dass du deine Ernährung umstellst, dich besser um deinen Körper kümmerst,……

Ich erkenne, dass das Symptom auch einen Vorteil hat!

 

7) Boten der Vergangenheit

Ob Schmerzen blitzartig erscheinen oder als schleichender Prozess einsetzen. Eines haben sie gemeinsam: Wenn Schmerzen erst einmal da sind, ist nichts mehr so wie es mal war.

Für mich sind sie Boten der Vergangenheit. Sie zeigen wie ein Textmarker auf Dinge, die wir bisher einfach nicht sehen wollten, die wir ausgeblendet haben oder die wir mit uns herumschleppen und es (noch) nicht bewusst erkennen.

Ich lade dich ein, tiefer zu stöbern. Schließe deine Augen mit dem Satz:

„Schmerz, welche Sache aus der Vergangenheit hat dich hervorgebracht?“

Lenke deinen Atem an die Stelle, die dich schmerzt – und warte, was passiert. Zur Unterstützung kannst du eine Hand auf diese Stelle legen. Bitte habe Geduld mit dir und nimm dir dazu Zeit!

 

8) Entwicklung fördern

Wie du dich  entwickelst hängt viel davon ab, wie sehr du dich dem stellst, was sich verwickelt hat.

Viele sehen Schmerz, Symptome, Krankheit als etwas, das man so schnell wie möglich loswerden sollte. Sie erkennen nicht das Potential, das in einer Krise stecken kann: Persönliches Wachstum.

Symptome bieten dir die Gelegenheit, nach innen zu schauen und dich mit dir selbst zu beschäftigen. Indem du dein Innenleben veränderst, kann ein neuer Umgang mit den äußeren Gegebenheiten entstehen.

Ich nutze die Chance zur persönlichen Entwicklung.

 

9) Dich besser fühlen

Ein großer Schritt in diese Richtung ist es, dich deinen Gefühlen zu stellen. Damit meine ich nicht nur die „positiven“ wie Leichtigkeit, Freude, Gelassenheit, Liebe.

Ich meine damit auch die unangenehmen, die dich quälen, die du schwer ertragen kannst. Die Gefühle, die du wegpackst, verschließt: Angst, Wut, Traurigkeit, Wertlosigkeit, dich einsam fühlen.

Meiner Praxis habe ich den Namen „Besser.Fühlen.Praxis“ gegeben, weil für mich das Wahrnehmen ALLER Gefühle etwas sehr wertvolles ist. Indem wir allen Gefühlen einen Platz geben, bereichern wir unser Leben um die Erkenntnis, dass ALLES seine Berechtigung hat als Teil unseres Lebens.

Indem ich ALLE Gefühle fühle, wird mein Leben reicher. Ich nutze heute die Gelegenheit, mich bewusst wahrzunehmen. 

 

10) Dein Umgang mit dir selbst – tue dir Gutes!

Ein Weg für persönliches Wachstum ist ein freundlicherer Umgang mit dir selbst.

Auf einer Skala von 1-10, wie gut sorgst du für dich?
Schaue genau hin: Wie liebevoll gehst du mit dir selbst um?

Wie sind deine Essensgewohnheiten?
Wie viel frische Luft gönnst du dir?
Wie oft siehst du dir schlechte Nachrichten an?
Wie sehr achtest du auf deine zweite Haut – deine Kleidung?
Wie viel gesundes klares Wasser trinkst du?
Bist du im Funktionsmodus oder fühlst du dich lebendig und frei?

Betrachte dir deine Alltags-Gewohnheiten. Beginne dann in kleinen Schritten, dir Gutes zu tun. wenn du selbst nicht weißt, was du gerade möchtest, dann frage deinen Körper. Gehe mit ihm/ mir ihr in Kommunikation.

Wähle Essen, das dir schmeckt und gut tut.
Gehe in der Mittagspause eine Runde spazieren.
Lese oder höre aufbauende Texte.
Gönne dir ein neues Kleidungs-Lieblingsstück, das deinen Körper ziert.
Trinke ausreichend frisches Wasser.
Atme und kriege gerade mal mit, was du denkst.

Heute gönne ich mir Dinge, dir mir gut tun. Und morgen wieder. 

 

11) Liebe dich!

Es scheint leichter, andere zu lieben als uns selbst.

Manchmal beschleicht mich die Vermutung, dass es eine kollektive Aufgabe von uns Menschen ist, Selbstliebe zu lernen und zu praktizieren. Mit Selbstliebe meine ich eine Kraft, die innere Ruhe, Stille und Frieden erzeugt. Sie kommt aus dem Herzen und gibt Raum für das, was in meinem Leben geschieht. Es ist eine Verbindung zum eigenen Herzraum.

Ich meine damit NICHT eine narzisstische Selbstverliebtheit.

Einen Satz, der mir dabei sehr geholfen hat, Selbstliebe zu fördern, hast du vielleicht schon von mir gehört. Ich werde nicht müde, diesen Satz zu wiederholen. Er ist so wichtig. Verzeifle nicht, wenn er nicht gleich wirkt, es braucht Zeit, bis er verinnerlicht ist und in jeder Zelle deines Körpers ankommt.

Diesen Satz solltest du dir an den Badspiegel kleben, an den Kühlschrank, auf die Armatur deines Autos, im Büro auf den Schreibtisch. Der Satz lautet:

Und dafür liebe ich mich !

Der Satz hat die Kraft, dunkelste Gedanken & Gefühle verwandeln:

Ich habe einen Fehler gemacht und dafür liebe ich mich.
Ich bin faul und dafür liebe ich mich.
Ich bin im Funktionsmodus und dafür liebe ich mich.
Ich habe etwas gut gemacht und dafür liebe ich mich.
Ich lebe und dafür liebe ich mich.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du täglich mehr dein Herz für dich öffnen kannst und deine Flügel ausbreitest. 

Friede mit deinem Körper – die Zusammenfassung

Die 11 Botschaften für Frieden mit deinem Körper auf einen Blick:

1) Dein Körper ist dein*e Freund*in!
2) Gehe in Dialog mit deinem Körper / deiner Körperseele.
3) Höre auf, mit dem Körper streiten.
4) Lausche dem Pressesprecher deines Körpers. Erkenne seine Botschaft.
5) Kein Widerstand. Erkenne an, was gerade ist.
6) Das Symptom hat auch Vorteile.
7) Erkenne Schmerzen als Boten der Vergangenheit.
8) Lass persönliches Wachstum zu.
9) Fühle alle Gefühle – fühle dich besser.
10) Tue dir Gutes.
11) Liebe dich, genauso, wie du bist.

Wenn du das Bedürfnis verspürst, gemeinsam mit jemanden den Botschaften deines Körpers zu lauschen, dann besuche mich zu einer Cranio-Behandlung. Es kann so viel Gutes geschehen, wenn du Frieden mit deinem Körper schließt.

Es grüßt dich von Herzen,
Deine Claudia

Mehr über: Cranio-Sacral-Balancing – Der Dialog mit deinem Körper  

 

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