Mein Wegweiser für 2020

10 Dinge, die ich ins neue Jahrzehnt mitnehme

2020 – das Jahr ist noch taufrisch. Was wird das neue Jahr(zehnt) bringen? Was braucht es, damit es ein gutes und erfülltes Jahr wird?

Mich beruhigt der Gedanke, dass ein neues Jahr beginnen nicht gleichzeitig bedeutet, wieder bei Null anzufangen. Ich nehme mein gesamtes Leben mit in das neue Jahr(zehnt). Alles Gute, das ich mir in den letzten Jahren erarbeitet und antrainiert habe, führe ich fort.

Meine 10 Dinge, die ich ins neue Jahr mitnehme, teile ich gerne mit dir. Mögen sie dir als Anregung dienen, was bereits in deinem Leben vorhanden ist, worauf du aufbauen kannst.

 

1) Ich gönne mir Pausen!

„Claudia, mit Pausen beginnen. Ist das dein Ernst?“ wirst du dich fragen. Ja, es ist mein Ernst. Pausen machen und Nichts tun ist eine schwere Übung für mich. Pausen „beschäftigen“ mich seit Jahren und bekommen deshalb hier den ersten Platz. Nicht, weil ich Pausen in 2019 bereits bestmöglich integriert hätte, sondern weil ich den eingeschlagenen Weg fördern möchte:

Ich gönne mir in 2020 erholsame Pausen!   

 

2) Beweg dich!

„Beweg dich!“ – so lautete das Motto meiner inneren Stimme 2019. Bewegt war mein Jahr in vielerlei Hinsicht. Ich habe Themen in Angriff genommen, die ich mir früher nicht zugetraut hätte. Ein Highlight war die Gründung der „Menschen stärken GbR – gemeinsam wachsen und lernen“ mit Andrea Löffler.

Zudem habe ich mich in der Natur bewegt. 2-4 Mal die Woche joggte ich am Morgen 30 Minuten am Rhein. Ich bezeichne diese Zeit als bewegte Meditation, denn ich lief immer mit einer Tagesfrage los und öffnete mich bewusst für neue Ideen.

Die regelmäßige Bewegung brachte mir Fitness. Zudem entstanden im Wald neue kreative Ideen: Texte, Blogartikel, Projekte, Angebote, Ideen, Bilder. Manchmal lauschte ich einfach nur der Stille in mir, bewunderte die Schwäne, das Wasser, die Sonne und spürte den Wind um meine Ohren.

Ich bewege mich und bleibe dadurch (geistig) beweglich!

3) Was getan werden soll, wird getan!

Jetzt wird es persönlich. Diese Geschichte erzähle ich, weil sie mir viel bedeutet und ich mir dafür selbst einen Lebens-Meistertitel verliehen habe.

Du musst wissen, ich komme aus einer Großfamilie. Als jüngste von acht Kindern bin ich das Nesthäkchen mit 11 Jahren Abstand zur Nächstälteren. An Weihnachten 2018 eskalierte ein Familien-Thema, das schon über 30 Jahre brodelte wie ein unterirdischer Vulkan. Frustriert und wenig erholt fuhren mein Mann und ich nach den Festtagen nach Breisach und ich war fest entschlossen, bis auf Weiteres keinen Schritt mehr in mein Elternhaus zu setzen.

Da ich emotional so beschäftigt war, formulierte ich in der Silvesternacht einen innigen Herzenswunsch und übergab ihn an das neue Jahr. Als ich am Morgen des 1.1. erwachte, vernahm ich eine klare innere Stimme: „Nimm diese Sache in die Hand. Du wirst Hilfe bekommen und sie lösen. Tue es“.

Ich tat es. Mir war nicht klar, wie ich es anstellen werde, doch ich ließ mich führen. Nicht selten saßen mir „Engelmenschen“ gegenüber, die es gut mit mir/uns meinten und die Not und Dringlichkeit erkannten. Nach einigen Monaten Kraft und Einsatz war alles in trockenen Tüchern. Das Ergebnis ist ein Segen für die gesamte Familie. Dieses Weihnachten daheim war friedlich, fröhlich und beschwingt. Es ist Ruhe in die Familie eingekehrt. Alles und jede/r ist an seinem Platz

Was getan werden soll, wird getan. Der inneren Stimme folgen bedeutet für mich, dem Leben zu vertrauen. Ich weiß, dass mich das gesamte Universum unterstützt, wenn ein Ergebnis nicht nur zu meinem Wohl beiträgt, sondern dem Wohl der Gemeinschaft dient.

 

4) Ich schließe Frieden mit meiner Vergangenheit

Aufgrund der Familiengeschichte waren einige Reisen in meine alte Heimat notwendig. Es waren Wege in meine Vergangenheit. Fuhr ich von der Autobahn ab und sah aus der Ferne das Dorf meiner Kindheit, zog sich mein Magen zusammen. Vor über 20 Jahren war ich ausgezogen, weil mir dort alles zu eng geworden war und ich mich nicht gesehen fühlte.

Stück für Stück stellte ich mich den alten Geschichten und betrachtete sie im Lichte meiner heutigen (therapeutischen) Sichtweise. Es wurde zunehmend freundlicher in mir. Heute lächle ich, wenn ich in den „Birkenweg“ einbiege und die Haustüre meines Elternhauses aufschließe.

Frieden entsteht nicht einfach so. Es braucht das Hinschauen und die Auseinandersetzung mit alten Themen. Den Deckmantel des Schweigens darüber zu legen, schafft „Scheinfrieden“, der im Unbewussten als Wut, Schmerz, Angst oder Verletzung ungut weiter wirkt.

Frieden mit der Vergangenheit zu schließen bringt Frieden ins Jetzt.

 

5) Sich aufeinander einlassen ist ein Segen

Hinschauen und Aufarbeiten fiel mir leicht, weil es Menschen in meinem Leben gibt, die offenen Herzens zuhören und mir ihr Ohr schenken.

Meiner Meinung nach sind lauschende Ohren und ein offenes Herz das Beste, was Menschen einander geben können. Indem wir Interesse an der Geschichte des anderen zeigen, zuhören und mitfühlen kann Heilsames geschehen.

Wenn es Menschen in deinem Umfeld gibt, die wahrhaft an dir und deinen Seelen-Bedürfnissen interessiert sind, hüte sie gut. Sie sind ein großer Segen! Lasse bewusst Menschen in dein Feld, die zu deinem heutigen ICH passen und lass dich auf sie ein. Es kann Wundervolles daraus entstehen.

Ich erkenne innige Beziehungen als Segen! Ich bin dankbar für die Menschen in meinem Leben, die ein wahrhaftiges Interesse an meinem Seelenheil haben!

 

6) Mit Familie im Rücken lässt sich leichter gehen

Seit 15 Jahren praktiziere ich systemische Aufstellungen und Familienstellen. Klarheit zu erlangen, welche Familien-Themen ich trage, die Muster der Ahnen im eigenen Leben erkennen und ablegen sind wichtige Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben. Das habe ich zutiefst verinnerlicht und habe vieles aufgearbeitet.

Nicht zuletzt deshalb war es mir möglich, den öffentlichen Dienst zu verlassen und meinem inneren Ruf zu folgen. Dieser Schritt war etwas Neues in meiner Familie und für mich ein Wagnis, nicht mehr dazu zu gehören. Ich musste damit umgehen, keinen Beifall für meine Entscheidung zu erhalten, sondern Unverständnis. Ich habe es trotzdem getan.

Dass sich mein Bruder und seine Frau im letzten Jahr in meine Hände begeben haben und seitdem meiner Begabung vertrauen, erfüllt mich mit großer Freude und Dankbarkeit. Meine Fähigkeiten sind anerkannt und hilfreich für die Gesundheit in meiner Familie. Ich bin (an-)erkannt und gehöre dazu. So, wie ich heute bin. Beim Schreiben dieser Zeilen habe ich Tränen in den Augen. DANKE, Bruderherz, für dein großes Vertrauen in mich!

Mit der Familie im Rücken ist der Weg um so vieles leichter.

 

7) Ich folge meiner Bestimmung

So viele Jahre hörte ich einen inneren Ruf, doch es fehlte mir Mut, daraus einen Beruf zu machen. Heute ist mir klar, dass es nicht nur Mut braucht, sich selbständig zu machen, sondern unternehmerisches Denken und die Bereitschaft, ein (finanzielles) Risiko einzugehen.

Mit Stolz blicke ich deshalb auf 2019 zurück, dem bisher glücklichsten und besten Arbeitsjahr meines Lebens. Ich habe verstanden, dass Selbständigkeit mehr ist, als die Art meines Beschäftigungsverhältnisses. Sie ist eine Haltung im und zum Leben, die entwickelt werden will. Mit dieser Erkenntnis wurde sie Grundlage und Nährboden, meinen hellfühligen Begabungen den passenden Rahmen zu geben.

Ich folge meiner Bestimmung und lasse mich auf lebenslange Persönlichkeitsentwicklung ein.
Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Reifung sind mein Lohn.

 

8) Der Vision folgen verleiht dem Leben Sinn

Andrea Löffler und ich gründeten im letzten Jahr „Menschen stärken“, weil wir beide den innigen Wunsch verspürten, nicht mehr nur allein zu arbeiten. Wir wollten Seite an Seite stehen, uns auf Augenhöhe begegnen, gemeinsam wachsen und lernen. Zudem wollen wir unseren Beitrag leisten, dass Konkurrenz-Gedanken der Vergangenheit angehören.

So haben wir uns unserer Vision verpflichtet: Wir richten unser Handeln, Tun und Sein darauf aus, Menschen zu stärken. Wir sind auf dem Weg für ein friedvolles Miteinander.

In unserer Jahresplan-Aufstellung für das Jahr 2020 wurde uns klar, dass nicht nur wir eine Vision entwickelt hatten, sondern dass die Vision uns „gefunden“ hat. Wir sind eingebunden in etwas Größeres, das uns Halt und Ausrichtung gibt und das uns zeigt, wohin wir unseren Fokus legen dürfen.

Einer Vision im Leben folgen bedeutet, mich auf etwas auszurichten, das nicht nur mich als Individuum einbezieht, sondern dem großen Ganzen dient. Das verleiht meinem Handeln tiefen Sinn.

 

9) Ich erfülle mir Träume

Neben beruflicher Ausrichtung bin ich Mensch mit materiellen Träumen und Wünschen. Ein großer Traum war eine elegante Küche eingebettet in einen Wohlfühl-Wohnraum. Es hat 7 Jahre gedauert, bis wir uns diesem Großprojekt in 2019 stellten.

Mein Mann und ich erledigen derartige Projekte in Eigenregie. Das braucht Zeit doch es hat sich gelohnt. Unser Haus ist nun so, wie wir es schon lange wollten. Ich bin mir sicher, diese Raum-Zufriedenheit wirkt sich auf unser gesamtes Leben positiv aus! Schon jetzt spüre ich viel mehr Ruhe und Frieden in mir, weil ich mich zu 100% wohlfühle.

Meine Sinne sind geschärft, mich nur noch mit Dingen zu umgeben, die ich wirklich liebe und bei deren Anblick ich Freude empfinde. Was mir kein Lächeln ins Gesicht zaubert, darf aus meinem Leben verschwinden.

Ich erfülle mir Träume und achte dabei auf meine Freude.

 

10) Wunder wirken

Es gibt Menschen, die bezeichnen mich liebevoll als „Wunderheilerin“. Ich lächle sanft, wenn ich diesen Ausdruck höre, er gefällt mir. Er beschreibt, was ich mir für Menschen wünsche, wenn sie mich aufsuchen: Ich eröffne ein Feld, in dem Wunder möglich und wahrscheinlich sind, weil ICH Wunder für möglich halte.

Ich empfinde Wunder als wundervoll und lade sie in mein Leben ein – dadurch werden Wunder möglich! 

Mit der Wunderfrage von Steve de Shazer möchte ich deshalb schließen:

Was ist dein Wunder 2020?
Was wäre, wenn in diesem Jahr dein Wunder geschieht?
Was wäre anders in deinem Leben?
Woran würdest du es merken?
Woran würde es dein Umfeld merken?
Wie würdest du dich fühlen?

Ich wünsche dir von Herzen, dass dein Wunder geschieht.

Deine Gedanken dazu interessieren mich – ich freue mich auf deinen Kommentar
Bewegte Grüße, Claudia

 

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