Körperwahrnehmung unterstützt deine Selbstfürsorge

Es gibt keine negativen Emotionen

Es gibt keine negativen Emotionen!

Als ich diesen Satz vor vielen Jahren zum ersten Mal hörte, machte es KLICK in mir. Etwas in mir spürte sofort: dieser Satz ist wahr.

Heute verstehe ich mich als Fürsprecherin vermeintlich unbeliebter Emotionen wie Wut, Angst, Schmerz, Kontrolle, Sorge, Trauer und lade Menschen dazu ein, sie zu fühlen, zu spüren und ihnen Raum zu geben.

Denn gerade, weil wir sie nicht haben wollen, binden wir jede Menge Energie und Kraft in uns, um sie zu verbergen, wegzudrücken und unter den Tisch zu kehren. Diese Energie bleibt in uns gebunden und wir können sie nicht in unserem Leben einsetzen.

Gefühle und Emotionen sind eng an unsere Körperwahrnehmung gekoppelt. So ist es ein wichtiger Schritt, die Fähigkeit zu trainieren, den eigenen Körper wieder wahrzunehmen und zu spüren, was in ihm los ist.

Es gilt, den Körper als die eigene Heimat kennenzulernen und ihn zum Freund zu machen.

Eine Möglichkeit ist es, dem Etikett „Angst“ ein körperliches Gefühl zuzuordnen. Wo im Körper spürst du Angst? Wie fühlt sie sich an? Sie kann sich durch Enge, Druck, Kälte, Wärme, Hitze, als Kloß im Hals,….zeigen.

Indem wir lernen, diesen Wahrnehmungen Raum zu geben, sie zu spüren, zu fühlen und sie „einzulieben“, haben Emotionen die Chance, sich als Teil des eigenen Selbst zu zeigen.

Es braucht viel Zeit, Ruhe, Einfühlungsvermögen und „slow down“, damit sich diese meist ungeliebten Anteile zeigen. Wenn wir sie in kleinen Portionen und Häppchen zu uns nehmen, können sie sich schließlich wandeln. Sie sind ein Teil von uns und gehören einfach dazu.

Ein Leben ohne Gefühls-Vielfalt ist nur die halbe Miete. Letztendlich macht es müde oder sogar krank und raubt die Lebensfreude.

Für mich ist es die Grundlage für ein erfülltes Leben, allen Emotionen Raum zu geben.

Wenn ich von „besserfühlen“ spreche, dann verbinde ich damit eine tiefere und bewusstere Wahrnehmung des eigenen Körpergefühls. Das muss nicht gleichzeitig heißen, dass Schmerzen gehen. Vielmehr bedeutet es für mich, dass du ein tieferes Verständnis für dich selbst bekommst und die Wirkweisen deines Körpers verstehst.

Wie gehst du mit deinen Emotionen um?
Kannst du ihnen Raum geben?

Ich bin gespannt, welche Rolle Emotionen in deinem Leben spielen und freue mich auf Austausch.

Herzlichst, Claudia
Besserfühlenpraxis

 

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